Kategorie: Wirklich gute Kinderbücher

Die Zeitreise – Vom Urknall bis heute

Peter Goes
Die Zeitreise – Vom Urknall bis heute
Beltz & Gelberg Verlag

Es gibt diese Kinderbücher, die man als Erwachsener nur schwer erträgt … sie langweilen beim Vorlesen und die Bilder öden einen an – während einem das Kind an den Lippen hängt und jedes Bild hundertmal ansehen will. Ich vermute, ihr wisst, was ich meine. Und dann gibt es die Kinderbücher, bei denen man sich irgendwann fragt, ob sie wirklich für die Kinder sind, weil man selber sich darin verliert, hineinträumt, ins Schwärmen gerät, während die Kinder sich daneben langweilen und die uns so faszinierenden Bilder sie anöden. Kennt ihr auch, oder?

Das Buch von Peter Goes macht mich fertig. Es ist so bildgewaltig und beeindruckend, wie ich selten ein Buch erlebt habe. Es hat mich von der ersten Doppelseite weg in seinen Bann gezogen. In einem fortlaufenden Zeitstrahl erfahren wir die Geschichte unserer Erde vom Urknall angefangen bis in die 2010-er Jahre. Von den Ammoniten über die Dinosaurier, die ersten Menschen, Großmächte, wissenschaftliche Errungenschaften, Kriege, Kreuzzüge, Religionen, Irrungen und Wirrungen aller Epochen finden ihren Platz. Als hätte man sämtliche „Es war einmal der Mensch“-Folgen in ein Buch gepackt und fortgesetzt bis zur Erfindung des Ipod, dem ersten schwarzen Präsidenten in den USA, der Gründung des IS und der Flüchtlingsproblematik.

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Die Illustrationen sind sehr ausdrucksstark. Mit wenigen Farben, großteils in Schwarz-Weiß und in Umrissen, wenigen ausschraffierten Details schafft es Goes trotzdem eine lebendige Umwelt zu erschaffen. Die Handlungen, die Personen oder Tiere sind gut erkennbar und verständlich. Ich beneide Illustratoren, die Verspieltheit, Eleganz und Klarheit derart vereinen.

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Die ausgewählten Schriften passen wunderbar zueinander und erlauben einen guten Lesefluss. Einzelne Ereignisse sind textlich nocheinmal genauer ausgeführt und man kann sehr gut selber entscheiden für welche Infos man sich tatsächlich interessiert. Durch die Anordnung der Illustrationen und der Typo entsteht der Eindruck eines Sogs, eines Flusses der einen durch die Zeiten treibt und nicht loslässt bis man am Ende des Buches angekommen ist.

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Produktionstechnisch braucht sich das Buch auch nicht verstecken: Großformatig, dickes leicht raues Papier, dessen Struktur im Druck die Illustrationen zusätzlich belebt, gebunden in hochwertiger Fadenheftung.

Und wenn soviel Liebe im Projekt steckt, dass selbst der Strichcode vom Illustrator gestaltet wird, ist eigentlich alles gesagt.

Jetzt muss ich nur noch warten, bis meine Tochter alt genug ist, um meine Begeisterung zu teilen. Es ist tatsächlich sowohl inhaltlich, als auch bildlich sehr komplex und dicht. Das Buch wird ab 8 Jahren empfohlen und bis dahin ist leider damit zu rechnen, dass die Kinder gelangweilt bzw. überfordert vom Sofa rutschen und lieber auf die Decke starren. Eine Beobachtung, die allerdings keinen geneigten Kinderbuchleser davon abhalten sollte dieses Buch zu kaufen.

Mehr Infos zum Illustrator: http://www.petergoes.com

Herr Lotti findet ein Paket

Martin Gülich / Amélie Jackowski
Herr Lotti findet ein Paket
Thienemann Verlag

Für Herrn Lotti gibt es keinen schöneren Beruf als seinen: Postbote. Bei jedem Wetter ist er mit seinem Lastenfahrrad unterwegs. Eines Tages liegt ein kleines rotes Paket auf der Straße mit Löchern an allen Seiten. Wenn man genau hinhörte, konnte man ein leises Kratzen und Fauchen aus dem Paket vernehmen. Da kein Name auf dem Paket steht, nimmt es Herr Lotti mit nach Hause, öffnet es aber nicht, weil sich das ja nicht gehört. Da er vermutet, dass es Hunger hat, beginnt er dem vermeintlichen Tier im Paket Essen durch die Löcher zu schieben.

Von Tag zu Tag scheint das Tier zu wachsen und man kann weiches Fell durch die Löcher sehen. Eines Abends platzt das Paket auf, und inmitten des Kartons sitzt eine Katze, ein schwarz-gelb gestreifte Katze.

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Jeden Tag darf die Katze jetzt mit Herrn Lottis Postwagen mitfahren, die Leute finden die Katze sehr schön, allerdings traut sich keiner sie zu streicheln, ist sie doch wirklich ungewöhnlich groß. Irgendwann ist sie sogar so groß, dass sie kaum noch in Herrn Lottis Wagen passt… und als Herr Lotti einen kleinen Jungen, der keine Angst vor seiner Katze hat, fragt ob er sie streicheln will, meint dieser

„Das ist keine Katze“ …“das ist ein Tiger, ein waschechter Tiger, das sieht doch jedes Kind.“

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Mit einem Tiger allerdings, das wusste Herr Lotti, konnte er nicht zusammen in einer Wohnung wohnen. Weder Zoo noch Zirkus scheinen ihm eine Option und so überlegt er, was er mit seinem Freund anfangen soll. Bis er eines Tages ein Schaufenster sieht, in dem Werbung für Indien gemacht wird: „Das Land der Tiger“ … am nächsten Morgen bringt Herr Lotti ein riesiges Paket zur Post. Über und über mit Briefmarken beklebt und mit ganz vielen Löchern und dem Hinweis „nach Indien“.
Ein letztes Mal streichelt er durch ein Loch das Fell des Tigers.

„Dort ist der Tiger zu Hause, das ist schonmal sicher.“

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Als Herr Lotti mich vom Cover des Buches anlächelte, konnte ich einfach nicht daran vorbei. Ein netter, schrulliger Typ, mit Kniebundhosen und Strümpfen drüber… sowas mag ich.

Der Charakter des Herrn Lotti ist sehr liebevoll aufgebaut, seine Welt, die ordentlich vom Tiger aufgemischt wird ist bunt und charmant. Der Gleichmut mit dem Herr Lotti allen Unwegsamkeiten begegnet ist geradezu inspirierend. Und auch wenn am Ende eine Trennung steht, bleibt der positive Eindruck der Bereicherung, die die Freundschaft zum Tiger für sein Leben darstellt.

Die Illustrationen haben einen tollen eigenen Stil. Nicht modern reduziert, sondern liebevoll ausschattiert und nuanciert im Strich. Der Stil erinnert mich etwas an Illustrationen aus den Fünfzigern, sowas mag ich ja auch. Die Gesichtsausdrücke der Leute sind mit wenigen Details so vielaussagend, dass sie die Geschichte wunderbar abrunden. Dass alle Menschen, außer dem hageren Herrn Lotti ziemlich beleibt sind, finde ich ein sehr nettes Detail am Rande. Die Typo ist unaufgeregt modern, das Cover sehr liebevoll gestaltet, wie auch das Vorsatzpapier. Ein schönes Vorlesebuch ab ca. 4 Jahre.

Klein

Klein
Stina Wirsén
Klett Kinderbuch Verlag

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass es vielleicht nicht unbedingt in die Regale unserer Kinder schaffen wird. Ein Buch, das aber in jedem Kindergarten, jeder Grundschule und in sämtlichen Büchereien vorhanden sein sollte.

Klein wohnt zusammen mit Groß und Stark. Klein mag es, wenn zu Hause alles schön ist. Manchmal läuft es zuhause aber nicht so gut. Stark ist schlecht gelaunt, schimpft dann mit Klein und streitet mit Groß. Das passiert viel zu oft. An zu vielen Tagen hat Klein zu Hause Angst und verkriecht sich unterm Tisch oder flüchtet zum Nachbarn.

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Aber Klein kann keinem davon erzählen. Oder doch? Keiner hilft ihm, keiner tröstet es, keiner bringt es ins Bett, wenn es wieder so ist. Oder?
Eines Tages erzählt Klein aber doch von seiner Not, seiner Erzieherin in der Kita. Sie hört zu, nimmt Klein in den Arm und wird helfen.

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„Frau Traulich hört zu. Frau Traulich hört alles. Frau Traulich sagt zu Klein: Du bist klein. Du bist gut. Dir darf man keine Angst machen. Dich darf man niemals stoßen oder schlagen. So ist das.“

Es gibt wohl mehr kleine Wusel, denen es so geht wie klein, die zu Hause Angst haben. Und sie sollten es jemandem erzählen.

„Denn alle, die groß sind, sollen sich um die kümmern, die klein sind. So ist das.“

Ein Buch über häusliche Gewalt hat es mitunter schwer auf dem Büchermarkt. Wer kauft schon ein Buch zu so einem Thema? Kaum Eltern, fürchte ich.

Dieses Buch verdient jede Aufmerksamkeit, die es bekommen kann. Sehr einfühlsam, aber auch eindringlich vermittelt es die Notwendigkeit, dass Kinder sich mitteilen sollen.
Die Texte sind in ihrer Schlichtheit so eingängig und kompromisslos, dass jeder versteht, was nicht ausgesprochen wird. Die Beklemmung und Unsicherheit, die Angst des Kindes wird besonders in den Zeichnungen greifbar und lässt einen schwer schlucken. Alles ist wirr, undeutlich. Die Farbstiftzeichnungen sind zerrüttet, wild. Die Welt, die Klein umgibt beschränkt sich zuhause auf die Farben von Stark und Groß. Die Illustrationen sind alles andere als gefällig, aber sehr emotional. Schließlich zeigt das Buch aber den Ausweg auf. Auch die Erleichterung, wird in den Illustrationen deutlich. Der Strich wird sicherer, als das Kind erzählt, die Farben bunter, die Umgebung verdichtet sich.
Die Kombination aus Text und Bild ergibt ein wirklich ergreifendes Werk.

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Ein starkes Buch als Grundlage für ein Gespräch. Und doch auch für Eltern. Weil man vielleicht einmal der Nachbar ist, der versteht, oder die Mutter des Freundes die zuhört, wenn ein Kind bedrückt ist oder weil man ein Buch kauft, das man dem örtlichen Kindergarten oder der Schule schenkt.

 

 

 

 

 

Der bunte Bauernhof

Nastja Holtfreter
Der bunte Bauernhof
Verlag Magellan

Endlich mal wieder ein Buch für die ganz Kleinen. Das Pappbilderbuch „Der bunte Bauernhof“ ist Teil einer ganzen Buch-Reihe beim Magellan Verlag, die allesamt von der Illustratorin Nastja Holtfreter stammen.
Es gibt sie zu verschiedenen Themen wie „Die bunte Wiese“, „das bunte Meer“, „Die bunte Baustelle“, „die bunten Berge“, „der bunte Wald“ und „der bunte Bauernhof“.

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In bunten Illustrationen finden sich auf jeder Seite Tiere oder Gegenstände zum jeweiligen Thema des Buches. Verbunden mit einer kleinen Aufgabe „Welches Küken gehört nicht zum Huhn?“ oder „Ein Schwein schaut in die andere Richtung.“ sind die Kinder (und je nach Alter deren Eltern…) aufgefordert das Bild genau zu betrachten und zu entdecken. Holtfreter versteht es sehr gut, die Kleinen abzuholen. Zu sehen welches Tier aus der Reihe tanzt ist kurzweilig und unterhaltsam. Und für die Eltern kann es von Vorteil sein, eine bestimmte Aufgabe nennen zu können, wenn die Kinder mal wieder „wieso, weshalb, warum“ fragen… ihr wisst bestimmt, was ich meine.

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In schlichter grafischer Sprache gehalten, ist den Illustrationen ein wunderbarer Charme eigen. Alle Tiere sind sehr sympathisch pausbäckig und kindgerecht. Die Farben sind bunt, aber nicht schrill. Die „Unterschiede“, die nach den Fragen zu finden sind, sind meist sehr witzig umgesetzt.
Die Typo ist ebenso schlicht und spielerisch zugleich. Einzig die Papierqualität überzeugt mich nicht ganz, die Kanten sind etwas schnell abgestoßen.

Besonders schön an den „bunten“ Bücher finde ich, dass sie auch Teil der „natürlich magellan“ Serie sind. Diese Bücher sind hergestellt in Deutschland, gedruckt auf FSC-Papier mit Farben auf Pflanzenölbasis, mit lösungsmittelfreiem Klebstoff und Lacken auf Wasserbasis. Mehr Umweltbewusstsein im Produktionsablauf geht fast nicht.

Lucky!

Jenny Offill / Chris Appelhans
Lucky!
Aladin Verlag

Die Haustier-Diskussion. Hattet ihr schon? Nein? Kommt noch. Mit Sicherheit.

Das Mädchen aus dem Bilderbuch „Lucky!“ wünscht sich genau das, ein Haustier. Die Mutter ist dagegen: weder Hase, noch Vogel, noch Seehund. Das Mädchen aber gibt nicht auf und wünscht es sich von ihrer Mutter, tagein, tagaus, einen ganzen Monat lang. Schließlich gibt ihre Mutter nach:

„Du kannst jedes Tier der Welt haben, solange es nicht ausgeführt, gebadet oder gefüttert werden muss.“

Was in elterlichen Ohren bombensicher klingt, ist für Kinder meist kein Hindernis. In der Schulbibliothek wird das Mädchen schließlich fündig: das Faultier erfüllt alle Kriterien.
Das Tier wird per Kurier geliefert, versprochen ist schließlich versprochen.
Es erhält den Namen „Lucky“ und darf auf einem Baum im Garten wohnen. Das Mädchen ist glücklich. Es hat nun ein Haustier. Und Lucky? Nun ja, der schläft. Und schläft. Und schläft. Zwei Tage lang.

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Als er endlich aufwacht spielen die beiden: Verstecken, Kung-Fu Kämpfer und ein Spiel in dem Lucky unschlagbar ist – Denkmäler. Erst Mary, ein Mädchen aus der Schule beendet das Glück, indem sie sagt, ein Faultier sei gar kein Haustier, weil es gar keine Tricks kann, sondern nur schläft. Das wurmt das Mädchen so sehr, dass es beschließt eine Vorstellung zu geben und Lucky ein paar Tricks beizubringen. Der ist allerdings so tiefenentspannt, dass vom Training bis zu der Vorstellung selbst alles nicht so richtig läuft. Eigentlich sitzt er die ganze Zeit nur da.
Das schöne an der Geschichte ist, dass das Mädchen ihm das letztendlich nicht krumm nimmt. Obwohl er kein Haustier ist, in der Definition anderer ist das Mädchen schlußendlich glücklich.

„Du bist goldrichtig, Lucky“ sagte ich. Und das war er – ganz, ganz lange.

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Die Geschichte des Buches find ich wundervoll. Das Mädchen ist ein herrlich skurriler und nerdiger Zeitgenosse. Das Faultier als Charakter legt den Grundstein für die ganze Geschichte: total entschleunigt. Es gibt keinen großen Spannungsbogen, kein großes Finale, keine aufregende Wendung. Die Illustrationen sind originell und fangen die Story perfekt ein. Das schlaksige Mädchen und das zottelige Wesen geben ein herrliches Paar ab. Ein wunderbares Buch über Genügsamkeit, Achtsamkeit und Entschleunigung und über eine leise, unaufgeregte Freundschaft, abseits der Norm.

Ab 4 Jahre geht es bestimmt schon.

Und falls der Wunsch nach einem Faultier als Haustier nach dem Lesen des Buches übermächtig wird, gibt es einige sehr sympathische Exemplare in der noch viel pflegeleichteren Stofftiervariante zb. von Wild Republic oder Leosco. (gesehen bei Amazon)

Benji Davies – mein neuer Schwarm

Benji Davies
Nick und der Wal & Opas Insel
Aladin Verlag

Wenn aus einer Buch-Liebe, Liebe zum Gesamtwerk wird. Als ich zum ersten Mal ein Buch von Benji Davies in der Hand hielt, war ich verzaubert. Es war vor ziemlich genau 2 Jahren. Ich hab es damals nicht gekauft. Ich hatte kein Kind, dem ich es hätte vorlesen können, meine Tochter, fand ich, war zu alt dafür.

Jetzt hab ich es gekauft, denn bis jetzt ist es mir nicht aus dem Kopf gegangen… und Wale gehen einfach immer.

 

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Nick und der Wal

Nick wohnt mit seinem Vater alleine in einem Haus am Meer. Der Vater ist Fischer und von früh bis spät außer Haus.

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Nick fühlt sich oft einsam. Eines Tages findet er einen gestrandeten kleinen Wal und weil er weiß, dass der Wal so nicht überleben kann, nimmt er ihn mit nachhause und setzt ihn in die Badewanne. Jetzt ist Nick nicht mehr einsam. Der Wal ist ein guter Zuhörer… Als der Vater am Abend nachhause kommt, kann Nick ihn sogar noch einige Zeit verstecken. Dann aber entdeckt er die beiden.
Sein Vater ist ihm nicht böse, erkennt aber wie alleine sein Sohn sich gefühlt haben muss. Gemeinsam bringen sie den Wal zurück ins Meer.

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Die Illustrationen sind einfach nur atemberaubend. Benji Davies gelingt es mit wenigen Strichen eine wahnsinnige Intensität zu erzeugen, seinen Figuren ganz viel Ausdruck zu verleihen. Die Farben sind einfach nur schön. In jeder Szenerie steckt ganz viel Liebe zum Detail und sie sind gefüllt mit Witz und Charme. Die herzzerreißende Geschichte um Einsamkeit, Aufmerksamkeit und Abschied tut ihr übriges dazu.

Ein leises, poetisches, durch und durch gelungenes, wunderbares Kinderbuch.

Und weil ich seit der Entdeckung von Benji Davies immerwieder nach Büchern von ihm Ausschau halte, freue ich mich besonders über seine jetzige Neuerscheinung.

 

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Opas Insel

Wenn man das Buch aufschlägt und „Nick und der Wal“ bereits kennt, ist es als würde man einen alten Bekannten treffen. Dieses mal heißt der kleine Held der Geschichte allerdings Sam.
Sam besucht seinen Opa, findet ihn allerdings nicht an seinen gewohnten Plätzen, sondern auf dem Dachboden. Dort zeigt ihm sein Opa zwischen allerlei Dingen aus fernen Ländern eine versteckte Türe.

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Als Sam die Tür öffnet, befinden sie sich an Deck eines großen Schiffes. Die beiden setzen das Schiff in Bewegung und reisen zu einer weit entfernten Insel. Sams Großvater scheint von einer neuen Leichtigkeit belebt und gemeinsam erkunden sie das unbekannte Land. Sie finden eine Hütte, richten sich dort ein und erleben viele schöne Stunden auf der Insel. Sam weiß, dass er sich aber bald wieder auf den Heimweg machen muss. Sein Opa allerdings will auf der Insel bleiben. Und so nehmen sie Abschied.

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Ein Enkel nimmt Abschied von seinem Opa. Wieder ist die Geschichte so ergreifend und wunderschön, dass ich das Buch gar nicht schließen wollte, als wir es gelesen hatten. Eine leise Melancholie begleitet einen während des ganzen Buches und trotzdem bleibt zum Schluß nichts Beklemmendes, sondern ein gutes Gefühl. Die Illustrationen auch hier so innig und herzerwärmend. Wieder schafft Davies es mit ganz wenig, ganz viel zu zeigen. Wieder bin ich hin und weg.

Ich hatte mich übrigens geirrt, als ich meinte meine Tochter wäre zu alt. Ich fand damals es ist zu wenig Text. Für eine „Gute Nacht“ Geschichte ist es vielleicht wirklich wenig Text, aber meine Tochter ist mittlerweile 6 Jahre und findet beide Bücher ganz toll. Beide gehen denke ich ab 3 oder 4 Jahre.

 

Einmal um die Welt – Mein Städte-Atlas

Georgia Cherry / Martin Haake
Einmal um die Welt – Mein Städte-Atlas
Knesebeck Verlag

30 der schönsten Städte der Welt wollen in – oder besser: mit diesem Buch entdeckt werden. Zu jeder Stadt bietet der Atlas ein paar grundlegende Informationen zur Stadt selbst und ihren Hauptattraktionen. Außerdem gibt es Tipps für ausgefallene Unternehmungen und Hinweise zu besonderen Orten. Auf jeder Doppelseite gibt es zudem eine kleine Aufgabe zu lösen alla „Entdeckst du 5 Rentiere?“ zb. bei Helsinki.

Wer „Alle Welt“ zuhause hat, kann an diesem Buch fast nicht vorbei. Zumindest mir ging es so in der Buchhandlung. Schon der Einband hatte mich magisch angezogen. Großformatig mit schön strukturiertem Papier, tiefengeprägter Titel – da kann die Grafikerhand nicht nicht zugreifen. Vollkommen überzeugt hat es mich, als ich es aufgeschlagen hab. Liebevoll gestaltetes Vorsatzpapier und anschließend jedes Blatt ein farbenprächtiges Spektakel.

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Jeder Stadt wird auf einer Doppelseite gehuldigt. Die Illustrationen schön schräg. Ein Mix aus Collage, Scherenschnitt und Malerei, kombiniert mit handschriftlicher Typo innerhalb der Bilder und schön sachlicher Serifenloser innerhalb der Infobox. Üppig, aber nicht überfüllt, findet man immerwieder hübsche und witzige Details.

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Ein wirklich hochwertig gemachtes Buch, das zum gemeinsamen Schmökern einlädt. Warum also nicht den nächsten Städtetrip mit den Kindern gemeinsam planen?
Einziger Wermutstropfen: Wien ist leider nicht dabei… das finde ich persönlich wirklich schade und unverständlich.

Geeignet ab ca. 7/8 Jahre.

Heute bin ich wild und böse

Jutta Richter / Annette Swoboda
Heute bin ich wild und böse
Verlag Coppenrath

Das Lächeln des kleinen Kindes auf dem Cover kennen alle Rabaukeneltern.
Verschmitzt, um es mal nett zu sagen. Ausgerüstet mit diesem Lächeln und einem Kater als „partner in crime“, stampft es durch das Buch: ein kleines Kind im Löwenkostüm, und lässt seiner ganzen Wildheit freien Lauf. Getragen von den wirklich schönen Versen von Jutta Richter, rumpelt man gemeinsam mit dem Kleinen durch einen Tag voller Unfug und Polterei.

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„Heute bin ich wild und böse,
bin ein Wolf im grauen Fell,
bin ein Drache, bin ein Löwe,
und ich beiße und ich bell!“

Bis dann am Abend die Müdigkeit und Erschöpfung dem Ganzen ein Ende setzt. Ausgetobt und glücklich kuschelt sich das Kind schließlich mit dem Kater zusammen auf einen Polster.

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Während die Farben sehr ruhig und gedämpft gehalten sind, fängt der akzentuierte und wilde Strich der Illustrationen die Stimmung des Gedichts wirklich gut ein. Ein Gedicht in dem sich so manches Kind bestimmt wiederfindet und das Gefühl solcher Tage wirklich gut beschreibt. Bemerkenswert außerdem, dass aus den Illustrationen nicht eindeutig hervorgeht, ob der kleine Wildfang ein Junge oder ein Mädchen ist.

Streckenweise erinnerte das Buch an die „wilden Kerle“ von Maurice Sendak, („Wo die wilden Kerle wohnen“) kommt aber einfach direkter und in mancher Augen vielleicht kinderfreundlicher daher.

Ein Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren. So als kleine Aufheiterung zwischendurch aber auch noch für ältere Kinder geeignet.

Ich freue mich sehr, dass diese Rezension auch bei dem Onlinemagazin Salon Mama publiziert wird, für das ich ab jetzt auch als Autorin tätig bin.

Fiete – Das versunkene Schiff & Die große Fahrt

Nach meiner Rezension der Apps nun auch die Rezension der Fiete-Bücher.

Ahoiii Entertainment
Fiete – Das versunkene Schiff
Boje Verlag

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Fiete, Hein und Hinnerk helfen dem alten Hansen seinen Vorratskeller aufzufüllen. Dabei erfahren sie von Hansens früherem Boot „Botilda“, die zu seinem Leid vor vielen Jahren auf den Grund des Meeres gesunken ist. Die drei haben die Idee das Boot zu heben, um Hansen eine Freude zu machen.

„Aber wie sollen wir das schaffen? Wir sind ja nicht mal richtige Seemänner.“ „Und wir haben kein Schiff“, ergänzte Fiete. „Doch haben wir! Mein kleines Motorboot. Also los, worauf warten wir noch?“, ruft Hinnerk.

Sie packen also alles Wichtige ein und begeben sich auf ins Abenteuer.

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Der etwas zögerliche Hein, Fiete und der übermütige Hinnerk schippern gemeinsam aufs Meer. Das Schiff ist schnell gefunden und nach einigen glücklosen Versuchen hat Fiete eine Lösung, wie sie das Schiff heben können.

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Hansen ist sprachlos, als er seiner Botilda gegenübersteht, aber weil er für Abenteuer auf See schon zu alt fühlt und aus Dankbarkeit für ihre Hilfe schenkt er das Schiff den drei Freunden. Die drei Freunde können ihr Glück kaum fassen und machen sich gemeinsam an die Reparatur.

Im Buch gelingt es besonders gut, die einzelnen Charaktere der drei Freunde herauszuarbeiten. (Der Zögerliche, der Schlaue, der Übermütige…) Jeder hat seine Stärken, gemeinsam schaffen sie eine übermächtige Aufgabe und das Alles, um einem Freund zu helfen bzw. ihn glücklich zu machen. Hier wird also nicht nur bei den Illustrationen liebevoll gearbeitet, auch die Geschichte ist besonders charmant.

So haben wir auch nicht gezögert, als das zweite Buch um Fiete und seine Freunde erschien.

Fiete – Die große Fahrt

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Die Botilda ist fit gemacht und die Drei freuen sich auf ihre erste Ausfahrt. Um es langsam anzugehen, wollen sie aber erstmal auf dem Boot, aber im Hafen übernachten.
Hinnerk kann aber nicht schlafen, zu aufgeregt und vorfreudig fiebert er ihrem ersten Ausflug entgegen. Während Fiete und Hein von ihrem ersten Abenteuer mit Botilda träumen, beschließt er an Deck zu gehen und eine kleine Probefahrt zu machen, so lange seine Freunde schlafen.
Leider schläft er dabei am Steuerrad ein und wird, genau wie seine Freunde unter Deck von einem unsanften „Rumms“ geweckt.

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Keiner weiß wo sie gelandet sind und so erkunden sie erstmal das Land, an dem sie gestrandet sind. Sie wandern weit und jeder meint das Land aus seinen Träumen wiederzuerkennen: Afrika, Asien oder gar Australien.

Wo sie wirklich gelandet sind? Findet es am besten selbst heraus. (Ha, meine erste Rezension mit Cliffhanger) …

Und wieder ist eine tolle Geschichte gelungen. Wie auch schon im ersten Band, geht es um Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.

Ungewöhnlich genug, dass aus einer App ein Kinderbuch hervorgeht, noch ungewöhnlicher, wenn es so gut gelingt. Über die Illustrationen aus dem Hause Ahoiii habe ich bei der Rezension der Apps schon viel geschrieben. Was mich freut: Sie geben auch im Großformat echt was her. Es wurde nicht einfach versucht die Bilder aus den Apps zu übertragen, sondern sie sind mit viel Liebe und Blick fürs Detail auf das Medium Buch hin gearbeitet. Der Text in einer klassischen Buchschrift wird gut interagierend mit den Bildern kombiniert. Nicht immer mit doppelseitiger Bebilderung, sondern auch rhythmisch mit kleineren Illustrationen im Austausch. Das macht das Lesen angenehm und wenig ermüdend.

Beide Bücher sind geeignet ab ca. 3 Jahren.

Und weil ich so eine Freude mit den Produkten von Ahoiii habe, stelle ich euch auch noch zwei weitere vor, die ebenfalls beim Boje Verlag erschienen sind.

Das Freundebuch und das Malbuch

Auch hier ist es bei beiden wieder gelungen, den Produkten das gewisse Extra an Liebe angedeihen zu lassen, das Mütterherzen höher schlagen lässt.

Das Freundebuch glänzt durch so ungewöhnliche Kategorien wie „Mein schlimmstes Schimpfwort“ oder zum Ankreuzen: „An meinem Strand darf man: in der Nase Bohren, Krach machen, mit den Fingern essen, wettspringen im Match“ etc.
Auf den hinteren Seiten finden sich außerdem „Freundschaftsorden“ zum Ausschneiden.

Das Krickel Kraken PottMalbuch

Ein Malbuch mit 176 Seiten und keine einzige davon ist langweilig. Auch hier zeigen die Illustratoren und Ideenentwickler was sie können. Unterschiedlichste Aufgaben aus denen das Kind (oder der geneigte Erwachsene) wählen kann. Dem lieben Hein eine neue Frisur verpassen, die Arme der Seeleute tätowieren, Wolkentiere erkennen, Fiete nachzeichnen, den Mageninhalt einer Kuh … Unglaublich welche Vielfalt an Übungen hier eingeflossen sind.
Ich bin mir sicher, dieses Malbuch werde ich in nächster Zukunft oft verschenken.

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Für die Fotos war es fast unmöglich sich für eine Seite zu entscheiden.

Am besten sieht man den Umfang in diesem Video. Auf demselbem Kanal wird für Euch übrigens auch durch das Freundebuch und andere Produkte von Ahoiii geblättert.

 

Fiete

Fiete
Ahoiii Entertainment

Eigentlich wollte ich heute eine Rezension zum eben erschienen Buch von Fiete („Die große Fahrt“) schreiben. Die bekommt ihr aber nachgereicht, weil die – als Einleitung gedachte – Vorstellung der Apps etwas „ausgeufert“ ist 😉

Fiete begleitet uns schon richtig lange. Zum ersten Mal haben wir ihn in der gleichnamigen App kennengelernt, die uns Eltern so manchen sehr (sehr, sehr, sehr) früh gestarteten Tag retten konnte.

Von Anfang an hat mich der Illustrationsstil der App angesprochen. Schlicht, aber äußerst ausdrucksvoll. Die Figuren sympathisch und die Farbwelt fröhlich bunt, aber nicht überbordend. Sämtliche Szenen sind mit viel Liebe gemacht und bestechen durch ihre Witzigkeit und Detailverliebtheit.
Auch hervorzuheben ist die Geräuschkulisse bzw. musikalische Untermalung. Selbst wenn das Kind dazu neigt hundertmal auf dasselbe Element zu drücken, wird’s nicht lästig, weil die Sounds gut gewählt und die Melodien charmant sind (ich sag nur Meeresrauschen, Mövengeschrei und Bootshupen).

In der Fiete App, der ersten erschienen Anwendung von Ahoiii Entertainment, begleitet man den Seefahrer Fiete an seinem Tag und hilft ihm bei allerlei Aufgaben. Äpfel pflücken, Brote schmieren, Hut kaufen. Die App kommt ohne Erklärungen aus und kann sehr intuitiv vom Kind bespielt werden. Die Aufgaben sind leicht bewältigbar und sehr witzig gemacht. Zum Beispiel darf man einen Luftballon mit einer Nadel zerplatzen lassen – was soll ich sagen –  meiner Tochter wurde es nie langweilig, alles wieder und wieder durchzuspielen.

Mittlerweile gibt’s es mehrere Fiete Apps und jede Einzelne fand sofort bei Erscheinen Platz auf unserem iPad:

Fiete Match, ein Memory Spiel mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Hier tritt man gegen Fiete im Memoryspielen an, der Schwierigkeitsgrad wird über die Höhe eines Leuchtturms gewählt. Besonders liebenswert sind die Zwischensequenzen, während Fiete auf den Zug des Gegners wartet und seine Reaktionen, wenn er gewinnt oder auch verliert.

Bei Fiete Bauernhof begleitet man Fiete, und erstmals auch seine beiden Freunde Hinnerk und Hein, bei ihrer Arbeit auf einem Bauernhof. Sehr lustige Aufgaben wie Schafe scheren und Ferkel waschen warten auf die Kinder. Beginnend am frühen Morgen noch vor Sonnenaufgang mit dem Aufwecken der Protagonisten, über Mittag und Sonnenuntergang bis man schließlich abends nach getaner Arbeit beim Lagerfeuer zusammensitzt.

Darauf folgte Fiete Choice, das mittlerweile mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Hier ist das Kind oder der Spieler (ja das eine oder andere Spiel hab ich auch schon gespielt ;)) aufgefordert aus Reihen das unpassende Element ausfindig zu machen. Wieder sind unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wählbar und die Aufgaben werden zunehmend komplexer. Und auch hier kommen so liebevolle Details vor, dass man zwischendurch innehält bzw. etwas zum Lachen hat (Tiere in Gummistiefeln zb. fand mein Kind der Brüller).

Und zu guter Letzt Fiete Math. Unsere neueste Anschaffung.
Schön, wie bei uns Interessensentwicklung und die Entwicklung der Apps aus dem Hause Ahoiii zusammenpassen. Gerade jetzt, wo sich unsere Tochter zunehmend mit Zahlen, Rechnen und Ähnlichem beschäftigt, kommt die neue App gerade recht. Zahlen werden als Objekte dargestellt und sollen in verschiedenen Konstellationen auf ein Schiff verladen werden. Spielerisch kann man die Zahlen teilen, addieren etc. Mengenlehre und Rechenwege werden sympathisch verpackt und können vom Kind „begriffen“ werden. Ohne Zeitdruck kann das Kind die Elemente teilen, kombinieren, verladen und entladen. Die Szenerie im Hafen ist wieder sehr nett gemacht und mit vielen lustigen Details und Zwischenszenen versehen.

Bisher war ich wirklich von allen Fiete Apps begeistert und sehe sie (rein aus der Sicht einer Mutter) auch als pädagogisch wertvoll an. Ich bin auf alle Fälle gespannt auf Alles was da noch kommen mag. Demnächst folgt dann die Rezension der Fiete Bücher.

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