Heute bin ich wild und böse

Jutta Richter / Annette Swoboda
Heute bin ich wild und böse
Verlag Coppenrath

Das Lächeln des kleinen Kindes auf dem Cover kennen alle Rabaukeneltern.
Verschmitzt, um es mal nett zu sagen. Ausgerüstet mit diesem Lächeln und einem Kater als „partner in crime“, stampft es durch das Buch: ein kleines Kind im Löwenkostüm, und lässt seiner ganzen Wildheit freien Lauf. Getragen von den wirklich schönen Versen von Jutta Richter, rumpelt man gemeinsam mit dem Kleinen durch einen Tag voller Unfug und Polterei.

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„Heute bin ich wild und böse,
bin ein Wolf im grauen Fell,
bin ein Drache, bin ein Löwe,
und ich beiße und ich bell!“

Bis dann am Abend die Müdigkeit und Erschöpfung dem Ganzen ein Ende setzt. Ausgetobt und glücklich kuschelt sich das Kind schließlich mit dem Kater zusammen auf einen Polster.

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Während die Farben sehr ruhig und gedämpft gehalten sind, fängt der akzentuierte und wilde Strich der Illustrationen die Stimmung des Gedichts wirklich gut ein. Ein Gedicht in dem sich so manches Kind bestimmt wiederfindet und das Gefühl solcher Tage wirklich gut beschreibt. Bemerkenswert außerdem, dass aus den Illustrationen nicht eindeutig hervorgeht, ob der kleine Wildfang ein Junge oder ein Mädchen ist.

Streckenweise erinnerte das Buch an die „wilden Kerle“ von Maurice Sendak, („Wo die wilden Kerle wohnen“) kommt aber einfach direkter und in mancher Augen vielleicht kinderfreundlicher daher.

Ein Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren. So als kleine Aufheiterung zwischendurch aber auch noch für ältere Kinder geeignet.

Ich freue mich sehr, dass diese Rezension auch bei dem Onlinemagazin Salon Mama publiziert wird, für das ich ab jetzt auch als Autorin tätig bin.

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